Darf der Vermieter die Rücknahme der Mietwohnung verweigern?

  Am Ende eines Mietverhältnisses über eine Wohnung steht die Pflicht des Mieters, die Wohnung an den Vermieter herauszugeben. In der Praxis machen sich Mieter und Vermieter in der Regel hierüber keine keine besonderen Gedanken. Vermieter und Mieter vereinbaren einen Übergabetermin, an dem eine Besichtigung der Wohnung erfolgt. Ist alles in Ordnung, übergibt der Mieter an seinen Vermieter die Schlüssel. Ab diesem Moment erhält der Vermieter den Besitz an seiner Wohnung zurück. Der Mieter hat seinen Besitz an der Wohnung … Weiterlesen

Weihnachtliches Mietrecht

Die Weihnachtszeit gilt als besinnliche Zeit der Ruhe und des Friedens. Eigentlich sollt es daher keine gerichtlichen Entscheidungen zum Thema Weihnachten geben. Das sich Vermieter und Mieter, aber auch Wohnungseigentümer während der Weihnachtszeit streiten und zanken, zeigt der nachfolgende kurze Überblick über (humoristische) Entscheidungen aus dem Miet- und Wohnungseigentumsrecht, die irgendetwas mit Weihnachten zu tun haben. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!  Wohnraummietrecht   Weihnachtsgeld in der Betriebskostenabrechnung   Bei der jährlichen Betriebskostenabrechnung gerät regelmäßig die Position „Hausmeisterkosten“ in Streit. Spätestens … Weiterlesen

Verbote und Nutzungsregelungen im Mietvertrag

  Durch den Mietvertrag steht dem Mieter nach dem Gesetz das ausschließliche Nutzungsrecht an seiner Mietwohnung zu. Er kann andere, insbesondere auch den Vermietern, von der Nutzung ausschließen. Daher darf der Vermieter auch keinen Schlüssel für die Mietwohnung behalten. Aber wie weit kann im Mietvertrag die ausschließliche Nutzung wieder beschränkt werden? Ist alles erlaubt? Kann das Rauchen oder das Musizieren beschränkt werden?   Tierhaltung   Das Halten von Kleintieren wie Fischen, Ziervögeln, Hamstern und Schildkröten kann im Mietvertrag nicht verboten … Weiterlesen

Immer wieder Trittschall

  Die Deutschen leben gerne in Altbauten. Hierfür wird auch eine schlechte Energiebilanz oder eine schlechte Schallisolation der Wohnungen als notwendiges Übel in Kauf genommen. Beginnt jedoch der Nachbar und Miteigentümer Sanierungsmaßnahmen in seiner Wohnungseinheit, wird nicht selten die vermeintliche Chance ergriffen, diesen zur Einhaltung aktueller Bauvorschriften und insbesondere Schallschutzvorschriften in Anspruch nehmen zu wollen. Meist jedoch ohne Erfolg! Der Fall   Die Parteien des Falles waren Mitglieder einer 1996 durch Teilung gegründeten Wohnungseigentümergemeinschaft. Die Wohnung der Kläger befand sich … Weiterlesen

Wohnen. Mieten. Abzocken. – ARD Beitrag blendete Rechtsmöglichkeiten aus

Am 07.10.2019 strahlte die Arbeitsgemeinschaft Rundfunk Deutschland (ARD) ihren Beitrag „Wohnen. Mieten. Abzocken.“ aus. Dargestellt wurden Beispiele über drastische Mieterhöhungen durch Vermieter in Berlin und Stuttgart. Durch Modernisierungsmaßnahmen sollen Wohnungen entmietet werden oder die Mieten von „verfallenen“ Wohnhäusern drastisch erhöht werden. Beitrag lässt rechtliche Möglichkeiten von Mietern weitgehend außer Betracht   Bedauerlicherweise geht der Beitrag kaum auf die rechtlichen Möglichkeiten der Mieter ein, die sich Modernisierungsmaßnahmen und „Entmietungen“ ausgesetzt sehen. In dem Beitrag fehlen leider Informationen über das Recht der … Weiterlesen

Beschlüsse müssen verkündet werden!

  Die Entscheidungsfindung in Wohnungseigentümergemeinschaften findet hauptsächlich durch Beschlüsse statt. Hierzu treffen sich die Eigentümer in einer eigens mit Tagesordnung anzuberaumenden Wohnungseigentümerversammlung und fassen dort ihre Beschlüsse durch Abstimmung. Als Alternative hierzu kann auch ein Umlaufbeschluss gefasst werden. Hierzu muss jedoch jeder Eigentümer schriftlich zustimmen. Es ist also Einstimmigkeit erforderlich, damit der Beschluss wirksam wird. Doch wann kommt der Beschluss rechtlich zustande?   Kurz gefasst:   Nein! Ein Beschluss muss vom Verwalter verkündet werden. Insbesondere im Umlaufbeschlussverfahren reicht die schriftlichen … Weiterlesen

Betriebskosten im Gewerberaummietvertrag – AGB Prüfung

Auch in Gewerberaummietverhältnis werden die Kosten für den „Betrieb der Mietsache“ (Betriebskosten) umgelegt. Da auch Mietverträge im Gewerberaum einer AGB Kontrolle unterliegen, stellt sich die Frage, wer die Betriebskosten bei Unwirksamkeit der Vereinbarung zahlen muss. Weiterhin stellt sich die immer wiederkehrende Frage, ob der Vermieter verpflichtet ist, falsche Abrechnungen mittels neuer Abrechnung korrigieren zu müssen. Was war geschehen?   Die Parteien vereinbarten in dem Gewerberaummietvertrag dass der Mieter „alle umlagefähigen Nebenkosten“ einschließlich dreier beispielhaft aufgeführten Kosten (Straßenreinigung, Abwassergebühren, Schornsteinfeger) nach … Weiterlesen

Mieterpflicht zur Instandhaltung und Instandsetzung in der Gewerberaummiete

  In der Gewerberaummiete können stärker als in der Wohnraummiete Pflichten auf den Mieter abgewälzt werden. Häufig ist in Gewerberaummietverträgen geregelt, dass der Mieter die Pflicht zur Instandsetzung und Instandhaltung der Mietsache übernehmen muss. Was geht und was nicht ist vielfach rechtlich noch ungeklärt. Was sind Instandsetzungs- und Instandhaltungspflichten?   Der Begriff orientiert sich an § 28 Zweite Berechnungsverordnung – II. BV. Instandhaltungskosten sind die Kosten, die während der Nutzungsdauer zur Erhaltung des bestimmungsmäßigen Gebrauchs aufgewendet werden müssen, um die … Weiterlesen

Das Dogma der 3 Vergleichsangebote in der WEG

  Sollen in einer Wohnungseigentümergemeinschaft Sanierungsmaßnahmen oder gar Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden, stoßen die Eigentümer regelmäßig auf den Einwand, dass mindestens drei Vergleichsangebote der Beschlussfassung zu Grunde gelegt werden müssen. Lagen der Beschlussfassung weniger Angebote vor, droht die Anfechtung des Beschlusses mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit vor Gericht. Die Frist für die Erhebung der Beschlussanfechtungsklage beträgt 1 Monat. Nur wenn diese Frist überschritten wird, kann der Beschluss in Bestandskraft erwachsen und die Eigentümer erhielte Rechtssicherheit.   Woher stammt das Dogma der Alternativangebote?   … Weiterlesen

Das Problem der GbR als Vertragspartner bei der Klageerhebung

Im Gegensatz zu anderen Personengesellschaft (z.B. oHG, KG) und Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH, AG) gibt es für die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (auch GbR oder BGB-Gesellschaft genannt) kein Gesellschaftsregisters. Es ist daher nicht möglich, die Gesellschafter der GbR durch öffentliche Register zu identifizieren.   Das Problem   Viele Mietverträge führen auf Seite des Vermieters eine GbR. In der täglichen Praxis fällt auf, dass sich die Parteien bei Vertragsschluss nicht die Mühe machen, auch die einzelnen Gesellschafter im Mietvertrag zu bezeichnen. Hinzu kommt, … Weiterlesen